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Bugatti W16 Mistral: Das letzte Exemplar verlässt Molsheim

Schwarzer Bugatti Chiron Sport Luxussportwagen in einem modernen Showroom mit großem Fenster und Industrie-Gemälde.

Der Bugatti W16 als prägender Motor

Es gibt Motoren, die Autos antreiben. Und es gibt Antriebe, die die Geschichte der Automobilindustrie verändern. Der W16 von Bugatti gehört eindeutig zur zweiten Kategorie.

Fast zwei Jahrzehnte lang bildete dieser 16-Zylinder-Motor das „Herz“ der Bugatti-Modelle. Er kam vom Veyron über den Chiron bis hin zu Divo, Centodieci, Bolide und zuletzt dem W16 Mistral zum Einsatz.

Diese Geschichte ist nun beendet. Der letzte W16 Mistral hat das Atelier in Molsheim verlassen. Der Roadster wurde geschaffen, um das Erbe dieses Motors zu würdigen, und markiert den endgültigen Abschied des W16 aus den straßenzugelassenen Bugatti-Modellen.

Bei der Monterey Car Week 2022 vorgestellt, erhielt der W16 Mistral genau diese Aufgabe: Er sollte dem Motor Tribut zollen, der die moderne Ära von Bugatti geprägt hat. Im November 2024 sicherte er sich zudem einen Platz in den Geschichtsbüchern, als Andy Wallace auf dem ATP-Testgelände in Papenburg mit 453,91 km/h den Rekord für das schnellste Serien-Cabriolet der Welt aufstellte.

Das letzte produzierte Exemplar

Der letzte in Molsheim gefertigte W16 Mistral trägt eine Abschiedsbotschaft. Im Innenraum weist eine Plakette mit der Aufschrift „Der Letzte seiner Art“ darauf hin, dass es sich um den letzten straßenzugelassenen Bugatti mit diesem Motor handelt.

Entsprechend behandelte die Marke dieses Fahrzeug als echtes Sammlerstück. Für das Exterieur wurden die Farben „Pearl“ und „Sparkle“ kombiniert, während der Innenraum mehrere exklusive Details erhält, die das Vermächtnis des W16 würdigen.

Die Signatur des Markengründers Ettore Bugatti ist in die Kopfstützen eingestickt, auf den Türschwellern in Aluminium graviert und auf der Innenverkleidung der Motorabdeckung neu interpretiert. Dort ersetzt sie die übliche Bugatti-Signatur.

Auch die Individualisierung blieb ein zentraler Aspekt. Gemeinsam mit dem Eigentümer ersetzte Bugatti den traditionellen Elefanten am Schalthebel durch einen Falkenkopf. Dieses Tier besitzt im Nahen Osten, der Herkunftsregion des Kunden, eine starke Symbolik. Das Motiv findet sich außerdem als Stickerei im Farbton „Anthracite“ auf den Türverkleidungen wieder.

Bugatti W16: Abschied und neues Kapitel

Mit dem Ende des W16 beginnt zugleich ein neues Kapitel für Bugatti. Wenige Tage vor dem Abschluss der W16-Mistral-Produktion eröffnete die Marke La Manufacture, die neue Produktionsstätte in Molsheim, in der künftig der Tourbillon gebaut wird.

Der Nachfolger des Chiron steht für einen grundlegenden Wandel. Erstmals seit der Einführung des Veyron übernimmt kein aufgeladener W16 die Hauptrolle: Stattdessen kommt ein gemeinsam mit Cosworth entwickelter V16-Saugmotor zum Einsatz, der von drei Elektromotoren unterstützt wird.

Der Mistral, mit dem Bugatti den W16 verabschiedet, ist der letzte von lediglich 99 Exemplaren. Jedes einzelne unterscheidet sich von den anderen und wurde nach den Wünschen seines jeweiligen Besitzers gestaltet.

„Der W16 Mistral war stets als ultimative Ausprägung des W16-Motors in einem Cabriolet konzipiert. Die Fertigstellung dieses Modells nur wenige Tage nach der Eröffnung der neuen Produktionsstätte zu erleben, ist für alle, die an diesem Projekt gearbeitet haben, ein besonderer Moment und zeigt perfekt, was Bugatti noch bevorsteht“, erklärte Hendrik Malinowski, Geschäftsführer der Marke.

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