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Dongfeng erweitert mit Vigo und Mage sein Angebot in Portugal und Europa

Zwei moderne Dongfeng Elektro-SUVs, rot und silber, in einem hellen Showroom stehend.

Als Dongfeng Ende 2024 in Portugal antrat, hatte die Marke nur ein Modell im Angebot: den Box, einen rein elektrischen Kleinwagen des B-Segments.

Nicht einmal zwei Jahre später präsentiert sich das Bild deutlich verändert. Der chinesische Hersteller hat sein portugiesisches Portfolio mit den beiden SUV Vigo und Mage auf das Dreifache erweitert und bereitet eine europäische Expansion vor, die weit über neue Modelle hinausgeht.

Dieses Vorhaben ist Teil eines besonders ehrgeizigen weltweiten Plans. Bis 2030 will die Dongfeng-Gruppe jährlich fünf Millionen Fahrzeuge verkaufen; rund 40 % dieses Volumens sollen auf internationale Märkte entfallen.

Zwei SUV für weiteres Wachstum in Portugal

Als erstes der beiden neuen Modelle kommt der Vigo, ein vollelektrisches SUV mit 4,30 m Länge, in eines der umkämpftesten Segmente des europäischen Markts.

Angetrieben wird er von einem 120-kW-Motor (163 PS) und einer LFP-Batterie mit 51,87 kWh. Damit gibt Dongfeng eine Reichweite von bis zu 340 km im kombinierten WLTP-Zyklus an. Die Schnellladeleistung erreicht bis zu 167 kW, wodurch sich der Ladestand in 18 Minuten von 30 % auf 80 % erhöhen lässt.

In Portugal wird die Ausführung One Edition ab 26.990 Euro (+MwSt.) angeboten, was inklusive Steuern etwa 33.200 Euro entspricht.

Der Mage verfolgt ein anderes Konzept und führt Dongfengs Plug-in-Hybride auf dem dortigen Markt ein.

Das Mach-PHREV-3-Power-System verbindet einen 1,5-Liter-Turbobenziner mit einem Elektromotor und einer 17-kWh-Batterie. Es leistet 279 PS und liefert 580 Nm Drehmoment. Rein elektrisch sind bis zu 86 km im kombinierten WLTP-Zyklus möglich, während die Gesamtreichweite laut Hersteller bis zu 1200 km beträgt.

Auch dieses Modell kann bereits bestellt werden: Der Einstiegspreis liegt bei 28.490 Euro (+MwSt.), inklusive Steuern bei ungefähr 35.000 Euro.

Europa ist der entscheidende Test

Das Wachstum in Portugal bildet nur einen Baustein der Strategie. Im September 2025 setzte sich Dongfeng das Ziel, 2026 in Europa 80.000 Verkäufe zu erreichen, wobei die verschiedenen Marken und Geschäftsfelder des Konzerns berücksichtigt werden.

Dafür soll das Angebot über Elektrofahrzeuge hinaus erweitert werden. Die europäische Strategie umfasst ebenso Hybride, Plug-in-Hybride und sogar Modelle mit ausschließlichem Verbrennungsmotor, um die Unterschiede zwischen den Märkten zu berücksichtigen.

Parallel dazu wächst das Händlernetz. In Portugal verfügen Dongfeng und Voyah inzwischen über 13 Verkaufsstandorte. Europaweit lag der Schwerpunkt in diesem Jahr zudem auf einer besseren Händlerqualität sowie dem Ausbau von Kundendienst und Service.

Dongfeng könnte auch in Europa produzieren

Dongfengs europäische Expansion könnte zudem eine industrielle Präsenz auf dem Kontinent einschließen. Ein erster Schritt in diese Richtung ist bereits erfolgt.

Dongfeng und Stellantis haben angekündigt, ein europäisches Joint Venture unter Führung des europäischen Konzerns gründen zu wollen. Darin sollen Vertrieb, Distribution, Produktion, Einkauf und Entwicklung gemeinsam organisiert werden.

Zu den ersten Prioritäten dürfte Voyah zählen, die höher positionierte Marke der Dongfeng-Gruppe. Sie soll vom Handelsnetz und der Kundendiensterfahrung von Stellantis profitieren.

Die Vereinbarung könnte jedoch noch weiter reichen. Beide Unternehmen prüfen außerdem, elektrifizierte Dongfeng-Modelle im Stellantis-Werk im französischen Rennes zu fertigen. Bislang handelt es sich lediglich um eine Absichtserklärung; weder Modelle noch Termine wurden bekannt gegeben.

All diese Schritte machen deutlich, dass Dongfeng den europäischen Markt als wichtigen Schauplatz seiner internationalen Expansion betrachtet.

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