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USAF plant neue Ausschreibung für Kampfflugzeugtriebwerke

Sechs Männer in Uniform besprechen Technik vor Flugzeug und Triebwerk in Hangar.

Das US-Kriegsministerium (DoW) hat eine Informationsanfrage (Request for Information, RFI) veröffentlicht, um geeignete Unternehmen zu ermitteln, die sich an einer künftigen Ausschreibung für die Fertigung und Instandhaltung von Triebwerken für die Kampfflugzeugflotte der US-Luftwaffe (USAF) sowie für Flugzeuge internationaler Partner beteiligen können.

Das Dokument mit dem Titel „Fighter Engine Re-competition: Advanced Propulsion, Technology Insertion, and Industrial Base Expansion“ soll Angaben aus der Industrie zu innovativen Antriebslösungen, neuen Technologien und Möglichkeiten zur Erweiterung der industriellen Kapazitäten für Triebwerke sammeln, die in Plattformen wie den Kampfjets F-15EX und F-16 Falcon eingesetzt werden.

Die US-Regierung betonte, dass das RFI weder eine förmliche Aufforderung zur Angebotsabgabe noch eine Zusage für künftige Aufträge darstellt. Es dient ausschliesslich der Marktforschung, Informationsgewinnung und Identifizierung möglicher Anbieter.

Mehrjähriges Triebwerksprogramm der USAF

Laut dem Dokument startet die USAF ein mehrjähriges Beschaffungsprogramm für Triebwerke ihrer Kampfflugzeugflotte. Bis zum Haushaltsjahr 2034 wird ein Bedarf von mehr als 180 Triebwerken pro Jahr erwartet.

Die Initiative entsteht vor dem Hintergrund von Sorgen um die derzeitige industrielle Basis, die den zivilen Luftfahrtmarkt ebenfalls erheblich belastet. Dort bestehen Herausforderungen durch Produktionsverzögerungen, Probleme bei der Qualitätskontrolle und die Obsoleszenz wichtiger Komponenten, einschliesslich der sinkenden Verfügbarkeit von Herstellern und Zulieferern bestimmter Materialien.

Neue Beschaffungsstrategie für Kampfflugzeugtriebwerke

Angesichts dieser Lage will das Pentagon bei Beschaffung und Wartung von Triebwerken einen neuen Ansatz verfolgen. Statt sich ausschliesslich auf herkömmliche Liefermodelle zu stützen, soll eine von der Industrie getragene technologische Weiterentwicklung gefördert werden. Damit sollen Produktionskapazitäten ausgebaut, Lieferketten gestärkt und die Einsatzverfügbarkeit von Kampfflugzeugen erhöht werden.

Die künftige Ausschreibung wird auf fünf zentralen Säulen beruhen: Leistung, Kosten, Zuverlässigkeit, Unterstützung und Produktionskapazität. Der erste Punkt sieht die Beschaffung eines Triebwerks vor, das den Kampfjets höhere Einsatzfähigkeiten verschafft und ihre Verfügbarkeitsraten verbessert, ohne die finanzielle Verantwortung zu beeinträchtigen.

Zugleich strebt die US-Regierung niedrigere Kosten über den gesamten Lebenszyklus der Triebwerke an. Vorrang erhalten Lösungen, die Schwierigkeiten in der Lieferkette verringern, den Bedarf an komplexer Wartung reduzieren und eine höhere betriebliche Effizienz ermöglichen.

Zuverlässigkeit, Wartung und Produktionsausbau

Ein weiterer wesentlicher Faktor ist die Zuverlässigkeit. Gesucht werden Triebwerke, die die Einsatzbereitschaft der Flotte steigern, die Arbeitsbelastung der Wartungsteams senken und sicherstellen, dass bei Bedarf mehr Flugzeuge für Einsätze verfügbar sind.

Die Strategie verlangt ausserdem eine einfachere Instandhaltung sowie eine nachhaltigere Logistikkette. Dadurch sollen Ausfallzeiten verkürzt und die kontinuierliche Versorgung mit Ersatzteilen und technischem Support gewährleistet werden.

Darüber hinaus müssen künftige Lieferanten nachweisen, dass sie ihre Produktion in Phasen erhöhter Nachfrage rasch hochfahren können. Dies soll industrielle Engpässe verhindern und die Versorgung der Flugzeugprogramme der USAF sowie ausländischer Kunden absichern.

Obwohl das Dokument keine konkreten Triebwerksmodelle nennt, nutzen die Kampfjets F-15 Eagle I/II und F-16 Falcon derzeit dieselben Antriebe von General Electric (F110) und Pratt & Whitney (F100). Die Ausschreibung könnte Raum für neue technologische Lösungen schaffen, darunter effizientere, zuverlässigere und wirtschaftlichere Triebwerke, die den Anforderungen der amerikanischen Kampfflugzeugluftfahrt in den kommenden Jahrzehnten entsprechen. Das RFI ist über diesen Link verfügbar.

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