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Tempolimit in Tschechien und Italien: 150 km/h auf Autobahnen

Weißer Sportwagen McLaren mit schwarzen Akzenten in einem hellen Ausstellungsraum.

Auf einigen Straßen wird eine spürbare Erhöhung der zulässigen Geschwindigkeit eingeführt.

Diese Entscheidung überrascht durchaus, denn sie steht im Gegensatz zu Entwicklungen in anderen Ländern. Seit Juni 2025 gilt in Tschechien auf kurzen Abschnitten – etwa auf der D3 zwischen Tábor und České Budějovice sowie auf Teilen der Autobahnen D11 und D1 – statt 130 km/h ein Tempolimit von 150 km/h.

150 km/h auf tschechischen Autobahnen im Test

Die Anhebung ist als Versuch angelegt, der die Folgen dieser Maßnahme für die Verkehrssicherheit untersuchen soll. Über dynamische Verkehrsschilder kann die zulässige Höchstgeschwindigkeit dabei kurzfristig an Wetterlage oder Verkehrsaufkommen angepasst werden.

Seit dem 1. Januar ist eine ähnliche Entwicklung auch in Italien zu beobachten. Dort betrifft sie Autobahnen mit jeweils drei Fahrstreifen pro Richtung und Standstreifen, insgesamt also rund 1.500 km des italienischen Autobahnnetzes. Radarkontrollen sollen gewährleisten, dass Autofahrer die Vorgaben einhalten.

Verkehrssicherheit als Begründung

Bemerkenswert ist, dass die Regierungen beider Länder die Änderungen mit der Verkehrssicherheit begründen. Mit Verweis auf das deutsche Beispiel gehen sie davon aus, dass Fahrer dadurch stärker in die Verantwortung genommen werden.

Allerdings stoßen die Maßnahmen keineswegs auf ungeteilte Zustimmung. Umweltaktivisten üben scharfe Kritik, weil sie einen Anstieg der Schadstoffemissionen befürchten. Andere Beobachter warnen vor der Gefahr schwerer Unfälle, die durch das höhere Tempo auf den Straßen entstehen könnte.

Und in Frankreich?

Frankreich hält dagegen weiterhin konsequent an der Höchstgeschwindigkeit von 130 km/h fest. Dass sich dies kurzfristig ändern könnte, gilt als äußerst unwahrscheinlich. Im Land sprechen sich manche sogar dafür aus, das Tempolimit auf Autobahnen aus Gründen der Verkehrssicherheit und des Umweltschutzes auf 110 km/h zu senken.

Die letzte Änderung in Frankreich war schließlich eine Reduzierung von 90 auf 80 km/h im Jahr 2018. Ab 2020 wurde die Geschwindigkeit je nach Département teilweise wieder auf 90 km/h angehoben.

Die deutschen Nachbarn bleiben unterdessen bei ihrer Entscheidung, Fahrern freie Hand zu lassen. Befürworten Sie niedrigere Geschwindigkeiten, den Status quo oder eine Anhebung des Tempolimits auf den Straßen? Teilen Sie uns Ihre Meinung in den Kommentaren mit.

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