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Omoda in Portugal: Wachstum, neue Modelle und europäische Produktion

Silberner futuristischer Sportwagen QMODA SH5-P in stilvoller Ausstellungshalle mit großen Fenstern.

Als Omoda Ende 2025 in Portugal antrat, bestand das Angebot aus lediglich zwei Modellen, während die Marke sich noch umfassend beweisen musste. Rund ein halbes Jahr später ist die Modellpalette gewachsen, das Händlernetz wird ausgebaut und die europäische Fertigung ist keine ferne Absicht mehr.

Nach Angaben des Branchenverbands ACAP setzte Omoda im ersten Halbjahr 2026 in Portugal 1063 Fahrzeuge ab. Diese Zahl verdeutlicht bereits, wie zügig die Marke auf dem nationalen Markt an Bedeutung gewonnen hat – obwohl weder das Modellangebot vollständig noch das Vertriebsnetz flächendeckend etabliert ist.

Die chinesische Marke startete mit dem elektrischen Omoda 5 sowie dem Plug-in-Hybrid Omoda 9. Inzwischen kam für den Omoda 5 eine günstigere Vollhybrid-Ausführung hinzu, außerdem wurde der ebenfalls als Plug-in-Hybrid ausgelegte Omoda 7 SHS-P eingeführt.

Das bislang fehlende Modell

Die wichtigste Neuheit des Jahres 2026 ist der Omoda 7 SHS-P, ein SUV zwischen Omoda 5 und Omoda 9. Er besetzt eine wichtige Position, da er familientaugliche Abmessungen mit einem Plug-in-Hybridantrieb und einem niedrigeren Preis als beim Omoda 9 verbindet.

Der SHS-P-Antrieb kombiniert einen 1,5-Liter-Turbobenziner mit einem Elektromotor. Zusammen stehen 205 kW (279 PS) und 365 Nm zur Verfügung. Mit seiner 18,4-kWh-Batterie soll das Fahrzeug bis zu 90 km rein elektrisch und insgesamt 1200 km weit fahren können.

Vorerst wird er ausschließlich in der Ausstattungslinie Premium angeboten. Serienmäßig an Bord sind ein digitales 8,8-Zoll-Kombiinstrument, ein 15,6-Zoll-Zentraldisplay, ein Head-up-Display sowie 19 Fahrerassistenzsysteme. Die Preise starten bei 44.900 Euro.

Nicht nur die Modellpalette wächst. Das gemeinsame Vertriebsnetz von Omoda und Jaecoo begann das Jahr in Portugal mit 15 Ausstellungsstandorten und soll bis Ende 2026 auf 26 Händlerbetriebe erweitert werden.

Europas Startpunkt liegt in Barcelona

Der Ausbau in Portugal ist nur ein Baustein der europäischen Strategie von Chery Automobile, dem chinesischen Konzern hinter Omoda und Jaecoo. Der Hersteller hat Barcelona als Standort für sein europäisches Betriebszentrum und eine Forschungs- und Entwicklungseinheit ausgewählt.

In der früheren Nissan-Fabrik, die inzwischen gemeinsam mit dem spanischen Unternehmen Ebro betrieben wird, will Chery außerdem Fahrzeuge seiner Marken für den europäischen Markt bauen.

Der Produktionsbeginn wurde mehrfach verschoben, doch Ebro-Modelle laufen bereits vom Band. Noch in diesem Jahr soll auch die Fertigung des Omoda 5 starten – sowohl als Elektroversion als auch mit Verbrennungsmotor. Der Jaecoo 7 soll zu einem späteren Zeitpunkt folgen.

Die Produktion in Europa verkürzt Lieferzeiten und reduziert zugleich die Abhängigkeit von den Zöllen, welche die Europäische Union auf in China gebaute Elektroautos erhebt. Darüber hinaus zeigt sie, dass Omoda seine Rolle nicht auf den Export von Fahrzeugen aus China nach Europa beschränken möchte.

Der nächste Omoda wird kleiner

Mit den aktuell drei Modellen bleibt die Palette ebenfalls nicht abgeschlossen. Die nächste europäische Ergänzung dürfte der Omoda 4 sein, ein Kompakt-SUV, das unterhalb des Omoda 5 positioniert werden soll.

Voraussichtlich kommt das Modell zwischen Ende 2026 und Anfang 2027 mit Hybrid- und Elektroantrieben auf die europäischen Märkte. Für Portugal ist es noch nicht bestätigt, passt aber zur Strategie der Marke, in ein volumenstärkeres Segment vorzustoßen und eine jüngere Zielgruppe anzusprechen.

Omoda ist weiterhin weit davon entfernt, eine fest etablierte Größe zu sein. In diesem Jahr liegt der Schwerpunkt darauf, das Angebot und das Vertriebsnetz auszubauen sowie erste industrielle Wurzeln in Europa zu schlagen.

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