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Mercedes-Benz EQS: Das neue MBUX Hyperscreen mit 141 cm Breite

Silberner Mercedes EQS-Hyper Elektro-Limousine im Showroom vor großen Fenstern und moderner Einrichtung.

Mit 141 cm Breite – also praktisch von einer Fahrzeugseite zur anderen – und einer Fläche von 2432,11 cm² sorgt der neue MBUX Hyperscreen von Mercedes-Benz für einen echten Wow-Effekt. Die gesamte Front wirkt wie ein einziger Bildschirm, denn die Anzeige sitzt unter einer durchgehenden, gebogenen Glasoberfläche.

Seine Premiere feiert die jüngste und besonders ambitionierte Ausbaustufe des MBUX im neuen Mercedes-Benz EQS – dem S-Klasse-Pendant unter den Elektrofahrzeugen. Vorgestellt werden soll das Modell noch in diesem Jahr, der MBUX Hyperscreen wird jedoch zunächst nur als Option erhältlich sein.

Abmessungen und Glasaufbau des MBUX Hyperscreen

Die Glasfläche besteht aus einer einzigen, gebogenen Scheibe, die bei 650 °C geformt wird, um Verzerrungen bei der Darstellung zu vermeiden. Zum Einsatz kommt Aluminossilikatglas – vergleichbar mit dem Gorilla-Glas, das viele Smartphones verwenden.

Zusätzlich trägt die Oberfläche eine dreischichtige Beschichtung namens „Silver Shadow“. Sie soll Reflexionen reduzieren, die Reinigung erleichtern und zugleich den Eindruck einer „hochwertigen Oberfläche“ vermitteln.

An den äußeren Enden integriert der MBUX Hyperscreen außerdem zwei klassische Luftausströmer. Damit wolle man „die digitale mit der physischen Welt verbinden“, so Mercedes.

Drei OLED-Displays, Haptik und Passagieranzeige

Auch wenn es optisch wie ein einzelnes Display wirkt, setzt sich das MBUX-System tatsächlich aus drei OLED-Bildschirmen zusammen: einem für das Kombiinstrument, einem für Infotainment sowie einem zusätzlichen Bildschirm für den Beifahrer.

Die beiden zuletzt genannten Anzeigen bieten darüber hinaus haptisches Feedback. Insgesamt arbeiten 12 Aktuatoren, die beim Antippen der gewünschten Funktion eine leichte Vibration an den Fingerspitzen auslösen.

Die Inhalte auf dem Beifahrerdisplay lassen sich ebenfalls individuell anpassen – mit bis zu sieben Profilen. Wie bei den beiden anderen Bildschirmen agiert die KI hier als „aufmerksamer Assistent“ und macht Vorschläge auf Basis des jeweiligen Nutzungsverhaltens.

Da Entertainment-Funktionen von den jeweils geltenden Sicherheitsvorschriften in den Ländern abhängen, in denen ein EQS unterwegs ist, zeigt das Display auf der Beifahrerseite standardmäßig eine dekorative Anzeige, sobald der Platz unbesetzt ist.

Mehr als nur Optik

Der Hyperscreen ist nicht nur als Blickfang für den Innenraum des kommenden EQS gedacht. Als Weiterentwicklung des Betriebssystems, das mit der neuen S-Klasse (W223) eingeführt wurde, soll er vor allem die Bedienung vereinfachen.

Ziel ist es, die am häufigsten genutzten Funktionen – Navigation, Radio/Medien und Telefon – ohne Umwege über Untermenüs erreichbar zu machen. Mercedes-Benz bezeichnet dieses Konzept als „zero-layer“, also „ohne Schichten oder Ebenen“.

Zudem setzt das System auf künstliche Intelligenz, die lernt und sich an den jeweiligen Nutzer anpasst. Sie blendet passende Funktionen nicht nur dann ein, wenn sie gebraucht werden, sondern kann auch Empfehlungen aussprechen, die sich an den Nutzungsmustern orientieren.

Ein „Computer auf Rädern“

In Summe verfügt der MBUX Hyperscreen über acht CPU-Kerne, 24 GB Arbeitsspeicher und eine RAM-Speicherbandbreite von 46,4 GB pro Sekunde. Eine Multifunktionskamera und ein Lichtsensor helfen außerdem dabei, die Helligkeit der drei Displays automatisch an die Umgebungsbedingungen anzupassen.

Nach dem Start im Mercedes-Benz EQS hat der neue MBUX Hyperscreen bereits den nächsten Einsatz vor sich: Auch das elektrische SUV auf EQS-Basis, das Mercedes-Benz 2022 auf den Markt bringen will, soll damit erhältlich sein.

https://youtu.be/Tv-Jw_aZx0M


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