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Tesla Model Y und Model 3 Standard: die neuen günstigeren Einstiegsmodelle

Weißer Tesla Model 3 in moderner Ausstellungshalle mit reflektierendem Boden und Glaswänden.

Die Wartezeit ist vorbei: Wie wir in den vergangenen Wochen erwartet hatten, hat Tesla jetzt eine abgespeckte, weniger umfangreich ausgestattete und günstigere Ausführung des Model Y vorgestellt. Sie trägt die Bezeichnung Standard.

Gleichzeitig überraschte die US-Marke mit einer neuen Einstiegsvariante des Model 3. Damit ist dieses Modell nun der günstigste Tesla, der aktuell erhältlich ist.

Mit der Ankündigung hat Tesla zudem die Angebotsstruktur beider Baureihen neu geordnet. Die Basisversionen heißen künftig Standard, während die bisherigen Long-Range-Varianten nun unter dem Namen Premium geführt werden.

An der Spitze des Programms ändert sich dagegen nichts: Die leistungsstärksten und sportlichsten Ausführungen behalten weiterhin die Bezeichnung Performance.

Im Mittelpunkt stehen erwartungsgemäß die neuen, preiswerteren Einstiegsmodelle. Das Model 3 ist ab sofort ab 36 990 Dollar erhältlich, also 5500 Dollar günstiger als zuvor. Beim Model Y beginnt die Preisliste bei 39 990 Dollar, was einer Senkung um 5000 Dollar entspricht.

Dass wir die Preise in Dollar nennen, ist kein Zufall. Anders als zunächst erwartet, deutet alles darauf hin, dass diese beiden Versionen und die neue Modellstruktur ausschließlich für den US-Markt vorgesehen sind.

Das gilt, obwohl Informationen von Automobilwoche darauf hindeuten, dass die günstigere Variante des Model Y im Tesla-Werk Grünheide in Deutschland gefertigt werden soll.

Was hat sich beim Tesla Model Y geändert?

Zunächst zum Tesla Model Y: Um die Produktionskosten und damit auch den Endpreis zu drücken, ging Tesla vergleichsweise pragmatisch vor. Beim Crossover wurde geprüft, welche Lösungen und Materialien sich streichen oder vereinfachen lassen.

Das Ergebnis ist ein Crossover mit vollständig neu gestalteter Front. Die durchgehende LED-Leuchtleiste entfällt, während die Scheinwerfer jenen des überarbeiteten Model 3 ähneln. Auch am Heck wurde gespart: Das beim jüngsten Update ergänzte Lichtband ist nicht mehr vorhanden.

Beim Standard-Modell fallen die Räder zudem kleiner aus. Serienmäßig sind 18-Zoll-Felgen mit neuen schwarzen Kunststoffradkappen montiert, optional sind jedoch 19-Zoll-Räder verfügbar.

Die deutlichsten Einsparungen zeigen sich allerdings im Innenraum. Das große Panorama-Glasdach wurde zwar nicht entfernt, ist nun aber durch den Dachhimmel verdeckt. Offenbar war diese Lösung für Tesla kostengünstiger als die Entwicklung eines neuen Dachs.

Weitere Streichungen betreffen die elektrische Lenkradverstellung sowie den 8-Zoll-Touchscreen für die Passagiere in der zweiten Reihe. Die Sitze sind jetzt mit Stoff bezogen, nicht mehr belüftet und verfügen über keine elektrische Verstellung mehr.

Auch das bei den Modellen der Marke häufig eingesetzte HEPA-Filtersystem wurde gestrichen. Die Begründung ist denkbar einfach: Weniger Ausstattung bedeutet niedrigere Kosten.

Und das Tesla Model 3?

Das neue Model 3 Standard ist nun der günstigste Tesla auf dem US-Markt. Im Unterschied zum Model Y sind die Änderungen außen deutlich unauffälliger. Die auffälligsten Unterschiede beschränken sich auf die Felgen und drei schlichte Lackfarben, die auch für das Model Y Standard angeboten werden: Grau, Weiß und Schwarz.

Im Innenraum entsprechen die Anpassungen nahezu vollständig denen des Model Y. Das Model 3 verliert das Panorama-Glasdach, die Sitze aus Kunstleder, den hinteren Bildschirm und die elektrische Lenkradverstellung.

Beide Modelle nutzen einen an der Hinterachse montierten Elektromotor und ein Batteriepaket mit 69 kWh Kapazität. Damit erreichen sowohl das Model 3 als auch das Model Y eine Reichweite von bis zu 516 Kilometern nach EPA-Zyklus.

Unterm Strich …

Unbestreitbar hat Tesla bei seinen beiden wichtigsten Modellen umfassende Kürzungen vorgenommen – allerdings um den Preis einer spürbar reduzierten Ausstattung und einfacherer Materialien.

Trotzdem bleiben diese Fahrzeuge noch weit von dem Tesla für 30 000 Euro entfernt, auf dessen Einführung viele weiterhin warten.

Hinzu kommt, dass die beiden Modelle entgegen aller Erwartungen offenbar nicht in Europa verkauft werden sollen. Gerade auf dem alten Kontinent könnte dies die Verkäufe der Marke ankurbeln, insbesondere beim Tesla Model Y. Schließlich trägt es seit zwei Jahren den Titel des meistverkauften Autos der Welt und wird sogar in Europa produziert.

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