Die neue Generation des Honda Prelude kommt zwar erst im ersten Halbjahr 2026 nach Europa, doch die japanische Marke hält sich mit weiteren „Teasern“ nicht zurück. Nun hat sie zusätzliche Einzelheiten zu ihrem kommenden Grand Tourer (GT) bekannt gegeben.
Als Coupé-Alternative zum alltagstauglicheren Civic positioniert, steht inzwischen fest: Der Prelude wird das erste Modell ausserhalb der Type-R-Reihe sein, das Komponenten von Type-R-Modellen übernimmt.
Honda Prelude mit Type-R-Genen
Bereits bekannt war, dass der neue Prelude dieselbe Plattform und den Hybridantrieb wie der Civic nutzt, allerdings mit kürzerem Radstand und breiteren Spurweiten. Honda hat nun bestätigt, dass das japanische Coupé zudem mehrere Bauteile vom Civic Type R erhält.
Konkret übernimmt der Prelude sowohl Fahrwerkskomponenten als auch Teile der Brembo-Bremsanlage des Civic Type R.
Besonders hervorzuheben ist die Dual-Axis-Vorderradaufhängung, die 2017 mit dem Civic Type R (FK8) eingeführt wurde. Ihre Basis bildet zwar eine klassische MacPherson-Konstruktion, doch der Name „Doppelachse“ verweist auf die getrennte Anordnung von Lenk- und Dämpferachse. Das verringert Antriebseinflüsse in der Lenkung und steigert ihre Präzision – Schluss mit Torque Steer …
Trotz dieser übernommenen Technik betonen die Ingenieure der Marke, dass Fahrwerk und Bremsen des Prelude eigens abgestimmt wurden.
Damit soll der Honda Prelude seinem stärker auf GT ausgelegten Charakter treu bleiben: Komfort und ein ausgewogenes Fahrverhalten haben – wie bei allen Prelude-Generationen – Vorrang gegenüber der kompromisslosen Rennstreckenorientierung des Civic.
Ein Hybrid mit manuellem Fahrgefühl
Beim Antrieb selbst gibt es kaum Neuigkeiten. Der neue Prelude setzt auf das bereits aus dem Civic bekannte e:HEV-Hybridsystem, das einen 2,0-l-Benzinmotor mit zwei Elektromotoren kombiniert und 135 kW (184 PS) sowie 315 Nm bereitstellt. Ob diese Werte für den Prelude noch angehoben werden, ist weiterhin offen.
Neu ist hingegen das S+ Shift-System, das Schaltvorgänge nachbilden soll. Das Hybridsystem von Honda besitzt kein Getriebe, weil hauptsächlich der Elektromotor für den Vortrieb zuständig ist.
Der Verbrennungsmotor arbeitet überwiegend als Generator und wird nur in bestimmten Situationen direkt mit den Rädern verbunden, etwa bei hohen Geschwindigkeiten auf der Autobahn. So arbeitet das S+ Shift-System:
Zum Vergleich: Diese Technik ähnelt stark der Lösung, die wir beispielsweise bereits im Hyundai IONIQ 5 N getestet haben. Im Prelude kommt jedoch ein Verbrennungsmotor hinzu, dessen Drehzahl je nach „eingelegtem Gang“ steigt oder fällt.
Wann kommt der Honda Prelude?
Wie bereits erwähnt, startet der neue Honda Prelude im ersten Halbjahr 2026 in Europa. Bis dahin bleibt abzuwarten, ob die Marke noch weitere Details enthüllt oder ob sämtliche Spezifikationen dieses japanischen Hybrid-GT erst im kommenden Jahr bekannt werden.
Kommentare
Noch keine Kommentare. Sei der Erste!
Kommentar hinterlassen