Bislang als neuer Partner bekannt, überrascht Peugeot mit einer neuen Modellbezeichnung: Peugeot Rifter. Damit verabschiedet sich die Marke vom Namen Partner Tepee, unter dem das Vorgängermodell geführt wurde. Nach der Vorstellung von Citroën Berlingo und Opel Combo Life ist die Präsentation der neuen Modellgeneration für Gewerbe- und Freizeitkunden nun komplett.
Wie Berlingo und Combo Life wird auch der Peugeot Rifter in den Werken Vigo in Spanien sowie Mangualde produziert – obwohl weiterhin die Gefahr besteht, dass die Fertigung in dem portugiesischen Werk eingestellt wird.
Gemeinsamkeiten mit seinen „Brüdern“
Der Peugeot Rifter nutzt wie die anderen Modelle die EMP2-Plattform und bietet großzügige Platzverhältnisse für Insassen und Gepäck. Hinzu kommen hohe Modularität, Vielseitigkeit und Alltagstauglichkeit. Er wird in zwei Karosserievarianten angeboten – Standardlänge und Langversion –, die jeweils mit bis zu sieben Sitzen erhältlich sind.
Bei den Motoren gibt es „nichts Neues“: Die bereits für den Citroën Berlingo angekündigten Antriebe kommen identisch im Peugeot Rifter zum Einsatz. Die Benziner basieren auf dem 1.2 PureTech mit 110 und 130 PS, wobei die stärkere Ausführung über einen Partikelfilter verfügt. Auf Dieselseite stehen drei Varianten des neuen 1.5 BlueHDi mit 75, 100 und 130 PS bereit.
Beide Motoren werden mit Fünfgang-Handschaltgetrieben kombiniert; der 1.5 BlueHDi mit 130 PS erhält einen zusätzlichen Gang. Optional wird ab 2019 ein Achtgang-Automatikgetriebe (EAT8) angeboten, das mit den 130-PS-Versionen des 1.2 PureTech und 1.5 BlueHDi gekoppelt wird.
Auch bei den verfügbaren Technologien entspricht die Ausstattung jener der beiden Schwestermodelle: vom automatischen Notbremssystem über den adaptiven Tempomaten bis zur Panorama-Rückfahrkamera mit 180°-Ansicht.
Allradantrieb als wichtigste Neuheit des Peugeot Rifter
Mit seinem Design orientiert sich der Peugeot Rifter klar an SUVs, doch dabei bleibt es nicht. Verfügbar ist Advanced Grip Control, das die Traktion an unterschiedliche Fahrbahnoberflächen anpasst und mit Michelin-Lattitude-Tour-Reifen für Matsch und Schnee kombiniert werden kann. Zum System gehört zudem Hill Assist Descent Control, das bei steilen Bergabfahrten eine optimale Geschwindigkeit hält.
Die große Neuigkeit ist jedoch die Ankündigung einer Allradversion, die optional erhältlich sein wird. Entwickelt wurde diese Variante gemeinsam mit Peugeots langjährigem Partner Dangel. Das Unternehmen spezialisiert sich auf den Umbau von Peugeot-Modellen, indem es ihnen Allradantrieb und Geländeeigenschaften verleiht. Ein kleines Beispiel für die Fähigkeiten von Dangel:
i-Cockpit im Innenraum
Wie seine „Brüder“ hebt sich der Peugeot Rifter außen durch seine eigenständige Front ab, die sich an den SUVs der Marke wie dem 3008 orientiert. Die eigentliche Überraschung findet sich im Innenraum: Entgegen den Erwartungen unterscheidet er sich stärker von Berlingo und Combo Life, da die französische Marke ihr i-Cockpit integriert. Dieses zeichnet sich durch die hoch positionierten Instrumente und das oben wie unten abgeflachte Lenkrad aus.
Optisch werden einige Versionen außerdem mit 17″-Felgen angeboten. Diese Option gehört zur Ausstattung des Rifter GT Line, der darüber hinaus exklusive Designdetails wie Akzente in Onyx Black erhält – etwa an der Einfassung des Kühlergrills und den Außenspiegelkappen. Auch der Innenraum des GT Line wirkt hochwertiger: Für ausgewählte Verkleidungen kommt der Farbton Quente Brown (Braun) zum Einsatz, bei den Stoffen Tissu Casual und für die Instrumententafel ein Karomuster.
Markteinführung
Wie der Citroën Berlingo und der Opel Combo Life startet auch der Peugeot Rifter im kommenden September in den Verkauf. Seine öffentliche Premiere erfolgt bereits im nächsten Monat auf dem Genfer Autosalon, wo zudem ein einzigartiges Showcar gezeigt wird.
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