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Norwegen bestellt 20 Patria 6×6 im CAVS-Programm

Schwarzer gepanzerter 6x6 Militärfahrzeug mit Waffenstation in einem modernen Ausstellungsraum.

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Im Rahmen des multinationalen Programms Common Armoured Vehicle System (CAVS) hat Norwegen mit dem finnischen Unternehmen Patria den Kauf von 20 gepanzerten Patria-6×6-Fahrzeugen vereinbart. Der Auftrag umfasst C2-Führungs- und Kontrollvarianten sowie ferngesteuerte Waffenstationen des Typs Kongsberg PROTECTOR RS4. Im Februar 2026 trat Norwegen gemeinsam mit mehreren europäischen Staaten der CAVS-Initiative bei, die auf die Entwicklung eines gemeinsamen neuen gepanzerten Fahrzeugsystems für ihre Streitkräfte ausgerichtet ist.

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Norwegens Bestellung von Patria 6×6 im CAVS-Programm

Neben den C2-Führungs- und Kontrollvarianten und den Waffenstationen Kongsberg PROTECTOR RS4 beinhaltet die Bestellung Unterstützung, Ausbildung sowie die passenden Ersatzteile für die gepanzerten Fahrzeuge. Die Vereinbarung zwischen Norwegen und der Patria Group sieht zudem eine Option für den Erwerb von 40 weiteren C2-Varianten und RS4-Stationen vor. Nach Angaben des finnischen Unternehmens sollen die Auslieferungen noch im laufenden Jahr beginnen.

Jussi Järvinen, Executive Vice President des Geschäftsbereichs Protected Mobility bei Patria, erklärte: „Die Beschaffung durch Norwegen ist ein wichtiger Schritt zur Stärkung gemeinsamer Fähigkeiten zur geschützten Mobilität in den nordischen Ländern und in der gesamten CAVS-Gemeinschaft. Durch gemeinsame Anforderungen, interoperable Systeme und gemeinsame Ausrüstung wie die Plattform Patria 6×6 und die Konfiguration der Waffenstation RS4 können die teilnehmenden Länder die operative Zusammenarbeit verbessern, die Logistik vereinfachen und Fähigkeiten während des gesamten Lebenszyklus effizienter erhalten. Für Norwegen und die nordischen Länder bietet CAVS einen konkreten Weg, die Verteidigungszusammenarbeit und die Versorgungssicherheit zu vertiefen und gleichzeitig moderne Fähigkeiten schnell bereitzustellen“.

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CAVS: europäische Zusammenarbeit bei gepanzerten Fahrzeugen

Das CAVS-Programm wurde 2020 auf Grundlage einer bilateralen Kooperationsinitiative Finnlands und Lettlands gestartet. Ziel war die gemeinsame Entwicklung eines neuen gepanzerten 6×6-Fahrzeugsystems, das die gemeinsamen operativen Anforderungen der Mitgliedsländer erfüllt. Als Landplattform des Programms wurde der Patria 6×6 ausgewählt. Der Initiative gehören derzeit Finnland, Lettland, Schweden, Deutschland, Dänemark, Norwegen und das im Februar beigetretene Vereinigte Königreich an. Diese Staaten bilden ein Kooperationsnetzwerk, das die industrielle Basis sowie die Verteidigungsfähigkeiten Europas und der NATO stärkt.

Gepanzertes Fahrzeug Patria 6×6

Der Patria 6×6 besitzt ein modulares Konzept, das unterschiedliche missionsspezifische Ausführungen ermöglicht. Dazu zählen Mannschaftstransporter (APC), Gefechtsunterstützungsfahrzeuge, Kompanieführungsfahrzeuge, medizinische Evakuierungsfahrzeuge, schwere APC und das 120-mm-Mörsersystem Patria NEMO. Das Fahrzeug verfügt über ballistischen Schutz und Minenschutz nach STANAG Stufe 2, kann optional amphibisch ausgelegt werden und bietet Platz für bis zu 12 Besatzungsmitglieder und Soldaten.

Im Verlauf des Jahres 2026 erhielt Deutschland seine ersten fünf Patria 6×6 CAVS-Vorserienfahrzeuge. Ende Mai genehmigte zudem der Verteidigungsrat des litauischen Staates den Kauf von Patria-6×6-Panzerfahrzeugen, die die Flotte der Mannschaftstransporter M113 ersetzen sollen. Darüber hinaus unterzeichneten Finnland, Norwegen und Lettland eine Absichtserklärung, um die Beschaffung der Patria-TRACKX-Panzerfahrzeuge voranzutreiben. Diese vom finnischen Unternehmen entwickelte Plattform soll Fahrzeuge wie den M113 und den MT-LB ablösen.

Die verwendeten Fotografien dienen lediglich der Illustration.

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