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Mercedes-Maybach S-Klasse (W223): Luxus und Technik ohne Grenzen

Schwarzer und weißer Maybach 223 mit geöffneter Beifahrertür in einem modernen Showroom.

Auch wenn das frühere Spitzenmodell mit dem Doppel-MM-Logo zu einer besonders hochwertigen Ausstattungsvariante „herabgestuft“ wurde, setzt der neue Mercedes-Maybach S-Klasse (W223) weiterhin Maßstäbe bei Luxus und Technik.

Selbst die Langversion der neuen Mercedes-Benz S-Klasse wirkt im Vergleich weniger exklusiv: Der neue Mercedes-Maybach S-Klasse nimmt bei den Abmessungen eine Sonderstellung ein. Sein Radstand wuchs um weitere 18 cm auf 3,40 m. Dadurch wird die zweite Sitzreihe zu einem abgeschirmten, privaten Bereich mit eigener Klimatisierung und fein verarbeitetem Leder.

Mercedes-Maybach S-Klasse: mehr Raum im Fond

Die klimatisierten und vielfach elektrisch verstellbaren Ledersessel im Fond verfügen nicht nur über eine Massagefunktion, sondern lassen sich für eine deutlich entspanntere Sitzposition bis auf 43,5° neigen. Muss hinten gearbeitet werden, kann die Rückenlehne auf nahezu senkrechte 19° gestellt werden. Wer die Beine vollständig ausstrecken möchte, kann die Lehne des Beifahrersitzes zusätzlich um 23° nach vorn bewegen lassen.

Die Zugänge zu den beiden luxuriösen Fondplätzen erinnern eher an Tore als an Türen. Bei Bedarf lassen sie sich – wie bei Rolls-Royce – elektrisch öffnen und schließen, sogar vom Fahrersitz aus. Wie schon beim Vorgänger besitzt die luxuriöse Mercedes-Maybach S-Klasse ein zusätzliches drittes Seitenfenster. Neben der auf 5,47 m angewachsenen Gesamtlänge fällt zudem die deutlich breitere C-Säule auf.

Mercedes-Maybach, ein Erfolgsmodell

Maybach ist zwar keine eigenständige Marke mehr, doch Mercedes hat für den traditionsreichen Namen offenbar ein äußerst erfolgreiches Geschäftsmodell gefunden: als luxuriöseste Auslegung der S-Klasse und, seit Kurzem, auch des GLS.

Dieser Erfolg ist vor allem auf die Nachfrage in China zurückzuführen. Weltweit werden monatlich durchschnittlich 600-700 Mercedes-Maybach verkauft; seit 2015 summiert sich das Absatzvolumen auf 60.000 Fahrzeuge. Zum Erfolg trug außerdem bei, dass die Mercedes-Maybach S-Klasse nicht ausschließlich mit einem Zwölfzylinder erhältlich war, der das Luxusimage des Modells unterstreicht. Auch Sechs- und Achtzylinderantriebe wurden zu deutlich niedrigeren Preisen angeboten.

V8-, V12- und später Plug-in-Hybrid-Antriebe

An dieser Strategie wird sich mit der nun vorgestellten Generation nichts ändern. Die ersten in Europa und Asien eingeführten Versionen erhalten Acht- beziehungsweise Zwölfzylindermotoren: Im S 580 leisten sie 500 PS (370 kW), im S 680 612 PS (450 kW). Das Angebot wird jedoch nicht bei V8 und V12 bleiben. Zu einem späteren Zeitpunkt folgen ein Reihensechszylinder sowie eine Plug-in-Hybridvariante mit diesem Sechszylinder. Mit Ausnahme des künftigen Plug-in-Hybrids arbeiten sämtliche übrigen Motorisierungen mit Mild-Hybrid-Technik (48 V).

Erstmals ist der neue Mercedes-Maybach S 680 serienmäßig mit Allradantrieb ausgestattet. Sein direktester Rivale, der ebenfalls neue Rolls-Royce Ghost, ging vor drei Monaten einen ähnlichen Weg. Der kleinste Rolls-Royce misst allerdings 5,5 m und ist damit länger als die neue Mercedes-Maybach S-Klasse, die größte aller S-Klasse-Varianten. Zudem wird der Ghost noch als Version mit verlängertem Radstand erhältlich sein.

Luxusausstattung der Mercedes-Maybach S-Klasse beeindruckt

Die Ambientebeleuchtung umfasst 253 einzelne LEDs. Der Kühlschrank zwischen den hinteren Sitzen lässt sich auf Temperaturen zwischen 1 °C und 7 °C einstellen, damit Champagner die ideale Temperatur erhält. Die optional erhältliche, von Hand aufgetragene Zweifarblackierung benötigt bis zur Fertigstellung etwa eine Woche.

Dass sich die neue Mercedes-Maybach S-Klasse umfassend individualisieren lässt, versteht sich beinahe von selbst. Erstmals gibt es nicht nur beheizbare Kissen in den hinteren Kopfstützen: Auch die Beinauflagen erhalten eine zusätzliche Massagefunktion, während Nacken und Schultern separat beheizt werden können.

Wie bei der S-Klasse Coupé und dem Cabriolet, die in dieser Generation keinen Nachfolger bekommen werden, arbeiten die hinteren Sicherheitsgurte nun elektrisch. Für einen noch leiseren Innenraum sorgt außerdem das aktive Fahrgeräusch-Unterdrückungssystem. Ähnlich wie bei Kopfhörern mit Geräuschunterdrückung verringert es tieffrequente Geräusche mithilfe gegenphasiger Schallwellen aus der Burmester-Soundanlage.

Auch die bereits aus der neuen S-Klasse bekannten Systeme erhöhen Sicherheit und Alltagstauglichkeit. Dazu gehören die Hinterachslenkung, die den Wendekreis um nahezu zwei Meter verringert, sowie die LED-Scheinwerfer: Jeder von ihnen verfügt über 1,3 Millionen Pixel und kann zusätzliche Informationen auf die Fahrbahn vor dem Fahrzeug projizieren.

Bei einem schweren Frontalaufprall kann der Fondairbag die Belastung von Kopf und Nacken der Insassen erheblich reduzieren. Insgesamt ist die neue Mercedes-Maybach S-Klasse nun mit 18 Airbags ausgerüstet.

Auch beim Thema Sicherheit kann sich das Fahrwerk – wie bereits bei der Mercedes-Benz S-Klasse – an sämtliche Situationen anpassen, selbst wenn sich ein Unfall nicht mehr verhindern lässt. Bei einem drohenden Seitenaufprall kann die Luftfederung beispielsweise nur eine Fahrzeugseite anheben. Der Aufprallpunkt liegt dadurch weiter unten an der Karosserie, wo deren Struktur widerstandsfähiger ist; zugleich vergrößert sich der Überlebensraum im Innenraum.

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