Der neue BMW 7er (G70/G71) soll gegen Ende 2022 auf den Markt kommen, doch schon im Lauf dieses Jahres wurden mehrere Erprobungsfahrzeuge von Fotografen auf öffentlichen Straßen „erwischt“.
Auch die nächste Generation dürfte die Diskussionen um ihr Erscheinungsbild weiter anheizen – ähnlich wie bereits das Facelift der aktuellen Baureihe (G11/G12). Gleichzeitig soll der neue 7er als technologische Speerspitze auftreten, wie es sich für das „Flaggschiff“ von BMW gehört.
Klarheit dürfte es Anfang September auf dem Münchner Salon geben: Dort will BMW ein Show Car enthüllen, das sehr konkret vorzeichnet, was beim späteren Serienmodell zu erwarten ist.
Exterieur-Design sorgt für Gesprächsstoff
Auf neuen, national exklusiven Erlkönigfotos, aufgenommen in der Umgebung des Nürburgrings in Deutschland, ist nicht nur das Exterieur zu sehen – erstmals gibt es auch Einblicke in den Innenraum des neuen 7ers.
Schon auf den ersten Blick wirkt es so, als würde BMW die kontroverse Designsprache, die zuletzt viele Debatten geprägt hat, konsequent fortführen.
Auffällig ist vor allem die Position der Frontscheinwerfer: Sie sitzen niedriger als üblich. Damit bestätigt sich, dass der kommende 7er eine geteilte Lichtsignatur („Split Headlights“) nutzen wird – mit Tagfahrlicht oben und den Hauptscheinwerfern darunter. Der neue 7er bleibt damit nicht allein: Auch der kommende X8 sowie das Restyling des X7 sollen eine ähnliche Lösung erhalten. Daneben steht der markentypische Doppelniere, die – wie schon beim aktuellen 7er – üppig dimensioniert ausfällt.
In der Seitenansicht fällt eine Frontpartie auf, die an frühere BMW-Formensprache erinnert: ein Ansatz im Stil der bekannten shark nose (Haifischnase), bei der der vorderste Punkt der Front weiter oben liegt. Zudem sind neue Türgriffe erkennbar. Der klassische „Hofmeister kink“ ist am Abschluss des hinteren Seitenfensters klar ausgeprägt – anders als bei einigen neueren BMW-Modellen, bei denen dieses Detail „verwässert“ wurde oder teils ganz fehlt.
Am Heck ist dieser Testträger unter der Tarnung am schwierigsten zu lesen, zumal die finalen Rückleuchten noch nicht verbaut sind und stattdessen provisorische Testeinheiten zum Einsatz kommen.
Innenraum orientiert sich am iX
Zum ersten Mal gibt es Bildmaterial aus dem Cockpit der deutschen Luxuslimousine. Im Mittelpunkt stehen zwei Displays – Instrumentenanzeige und Infotainment – die horizontal nebeneinander angeordnet sind und eine sanfte Krümmung bilden. Dieses Layout wurde zuerst im elektrischen SUV iX eingeführt und soll schrittweise in der BMW-Palette Einzug halten, einschließlich des neuen 7ers.
Außerdem lässt die Mittelkonsole Details erkennen: Ein groß dimensionierter Dreh-Drück-Steller (iDrive) sitzt zentral und wird von mehreren Direktwahltasten für unterschiedliche Funktionen eingerahmt. Auch das Lenkrad wirkt neu gestaltet und scheint eine Kombination aus Touchflächen und lediglich zwei physischen Tasten zu verwenden. Obwohl der Innenraum weitgehend abgedeckt ist, ist dennoch ein markant ausgeformter, mit Leder bezogener Fahrersitz zu erkennen.
Welche Motoren wird es geben?
Beim BMW 7er G70/G71 steht Elektrifizierung deutlich stärker im Fokus als bei der aktuellen Generation. Trotzdem bleiben Verbrennungsmotoren (Benzin und Diesel) im Programm, während die Aufmerksamkeit vor allem auf Plug-in-Hybriden (bereits heute verfügbar) und erstmals auf rein elektrische Varianten gelenkt wird.
Der vollelektrische BMW 7er soll i7 heißen – und damit wählt die Marke aus München eine andere Strategie als der Erzrivale aus Stuttgart. Mercedes-Benz trennt seine beiden Luxus-Topmodelle klar: Die S-Klasse und der elektrische EQS basieren auf unterschiedlichen Grundlagen, was sich ebenfalls in einem voneinander abweichenden Design zeigt.
BMW dagegen will einen Ansatz verfolgen, wie er bereits beim 4er Gran Coupé und dem i4 zu sehen ist: Im Kern handelt es sich um dasselbe Fahrzeug, wobei der Antrieb die entscheidende Unterscheidung darstellt. Gerüchten zufolge soll der i7 innerhalb der künftigen 7er-Reihe die Spitzenposition einnehmen – inklusive der leistungsstärksten und performanceorientiertesten Ausführung.
So wird spekuliert, dass ein rein elektrischer i7 M60 sogar den Platz des M760i übernehmen könnte, der heute noch mit einem kultivierten V12 ausgerüstet ist. Im Gespräch sind 650 PS sowie ein Akku mit 120 kWh, was eine Reichweite von 700 km ermöglichen soll. Gleichzeitig soll es nicht bei einer i7-Variante bleiben: Erwartet werden zwei weitere Versionen – eine mit Hinterradantrieb (i7 eDrive40) und eine mit Allradantrieb (i7 eDrive50).
Kommentare
Noch keine Kommentare. Sei der Erste!
Kommentar hinterlassen