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Porsche hält länger an Verbrennungsmotoren fest

Silberner Porsche Taycan Future-911 Elektro-Sportwagen in modernem Showroom mit Ladestation im Hintergrund.

Mit Ausnahme ihrer Ikone, des 911, treibt Porsche die Entwicklung rein elektrischer Automobile mit Nachdruck voran. Den Anfang machte der Taycan, gefolgt vom neuen Macan, der ausschließlich elektrisch angeboten wird und ohne Verbrennungsmotoren auskommt. Noch in diesem Jahr sollen die Nachfolger des 718 folgen; außerdem befindet sich bereits ein elektrischer Cayenne für 2026 in Vorbereitung.

2022 hatte die deutsche Marke das Ziel ausgegeben, bis 2030 einen Anteil von 80 % rein elektrischer Fahrzeuge an ihren Verkäufen zu erreichen. Doch 2024 brachte unerwartete Herausforderungen: Die Nachfrage nach solchen Antrieben fiel deutlich geringer aus als erwartet, weshalb das Unternehmen seine Strategie neu bewertet.

Porsche und die schwächere Nachfrage nach Elektroautos

Sowohl in Europa als auch in Nordamerika verzeichnet Porsche ein nachlassendes Interesse an rein elektrischen Modellen. Viele Kundinnen und Kunden entscheiden sich stattdessen weiterhin für Verbrennungsmotoren.

Auch in China, einem besonders wichtigen Markt für Luxusautomobile, zeigen sich die Kunden der Marke bei diesem Wandel zurückhaltender.

Vor diesem Hintergrund zeichnet sich Porsches Reaktion auf die veränderte Marktlage ab. Nach Angaben von Lutz Meschke, Finanzvorstand von Porsche, prüft das Unternehmen Maßnahmen, die den Kundenwünschen entsprechen.

Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren und Plug-in-Hybride sollen parallel zu den rein elektrischen Modellen länger im Programm bleiben.

Wie Meschke erklärte, handelt es sich dabei um „eine Lösung, die für einen flexiblen Ansatz steht, bei dem unterschiedliche Antriebslösungen nebeneinander bestehen können“. Dadurch erhält die Forschungs- und Entwicklungsabteilung mehr Spielraum, verschiedene Antriebsarten weiterzuentwickeln und neue Verbrennervarianten elektrifizierter Modelle zu erarbeiten.

„Wir prüfen die Möglichkeit, dass Fahrzeuge, die als reine Elektroautos geplant waren, künftig mit Hybrid- oder Verbrennungsantrieb angeboten werden. Klar ist: Wir werden Verbrennungsmotoren noch deutlich länger beibehalten.“

  • Lutz Meschke, CFO der Porsche AG

Verbrennungsmotoren und Plug-in-Hybride bei künftigen Porsche

Wie könnte sich das auf die Porsche-Modelle der Zukunft auswirken? Baureihen wie Cayenne und Panamera könnten einerseits neue Weiterentwicklungen ihrer Plug-in-Hybrid-Systeme erhalten. Beim Macan wäre eine Rückkehr zu Verbrennungsmotoren dagegen schwieriger, da er auf der speziell für Elektrofahrzeuge ausgelegten PPE-Plattform basiert.

Europäische Vorschriften

Trotz des Wunsches, Verbrennungsmotoren länger anzubieten, unterliegt Porsche – wie alle anderen Hersteller – strengen Vorgaben, insbesondere auf dem europäischen Markt. Diese Regeln führten bereits zur Ankündigung, den Verkauf von Modellen wie dem 718 Boxster und dem 718 Cayman einzustellen.

Auf der Suche nach einem Gleichgewicht zwischen Innovation und Tradition bleibt es schwierig, mit der Komplexität eines sich rasant wandelnden Marktes Schritt zu halten. Ob dieser hybride Ansatz geeignet ist, die bereits spürbaren Verluste auszugleichen, muss sich noch zeigen.

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