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Kia K9 im Test: Große Premium-Limousine aus Korea

Weißes Kia Luxusauto parkt an einer Straße in moderner Stadt mit Hochhäusern und blauem Bus im Hintergrund.

Was ist das?

Der Kia K9.

Der was?

Ja. In einem Land, nun ja, das für jene berüchtigte Küche bekannt ist, lässt sich der Name für uns Briten nicht besonders gut übersetzen. Allerdings spielen wir Briten ohnehin keine große Rolle.

Kia K9: Nicht für den britischen Markt

Warum nicht?

Sie möchten einen Kia K9? Sie können den Kia K9 gar nicht haben! Er wurde für den koreanischen Heimatmarkt entwickelt und kommt als erste Premium-Limousine von Kia mit Hinterradantrieb in die Vereinigten Staaten von Amerika. Nach Großbritannien jedoch nicht.

Verdammt.

Und das ist tatsächlich schade, denn der K9 lässt sich angenehm bewegen. Vor allem dann, wenn man damit durch die Innenstadt von Seoul fährt. Unsere Teststrecke führte an einigen malerischen Wahrzeichen und Monumenten der südkoreanischen Hauptstadt vorbei: Stop-and-go-Verkehr, Tempolimits von 40 mph und Hyundai-Grandeur-Fahrer, die im Zickzack unterwegs waren.

Komfort und Antrieb des Kia K9

Ist er also komfortabel?

Absolut. Kia nennt den BMW 5er und die Mercedes E-Klasse als Vergleichsmodelle, obwohl dieser K9 in Wirklichkeit größer ist als beide. Mit seinem kultivierten und leisen 3,3-Liter-V6 mit 296 bhp sowie der Achtgang-Automatik gleitet er ausgesprochen bequem dahin. In den USA werden außerdem ein 3,8-Liter-V6 und ein V8-Motor angeboten.

Bequem, aber auch etwas träge. Der Motor zählt nicht zu den spritzigsten oder engagiertesten Aggregaten, und das Getriebe schaltet eher widerwillig. Die Lenkung war ebenfalls zu unpräzise und fühlte sich seltsam zäh an, während die Karosserie auf der Federung deutlich nachwippte. Natürlich werden die Käufer dieses Autos keine Ideallinien anvisieren, sondern sich durch endlosen, beängstigenden Verkehr kämpfen. Genau dafür ist der K9 ein komfortabler alter Kreuzer. Zudem ein großer: Mit satten 1870 kg bringt er das Gewicht sowie die Souveränität mit, die seine imposante Erscheinung verspricht.

Innenraum und Platzangebot

Wie sieht es innen aus?

Gut, tatsächlich. Atmosphäre, allgemeine Verarbeitungsqualität, Kultiviertheit und NVH-Niveau im Innenraum sind ausgezeichnet, auch wenn einige Bedienelemente etwas abgeleitet wirken. Manche Kunststoffe erreichen nicht ganz das Niveau deutscher Limousinen, doch insgesamt gibt es hier kaum etwas zu beanstanden. Und beim Kofferraumvolumen dürfte man abgesehen von einem Transit kaum etwas finden, in das noch mehr Kram passt.

Sollte ich einen kaufen?

Als Brite: nein. Denn Sie können keinen kaufen. Als Amerikaner? Vermutlich ebenfalls nicht. Gegen 5er und E-Klasse anzutreten, ist eine harte Aufgabe, und als erster Versuch im Premium-Limousinen-Segment ist das ein ordentliches Ergebnis. Doch wie schon beim Cee'd und Pro_cee'd würden wir auf den K9 der nächsten Generation warten; angesichts von Kias rasantem Fortschrittstempo dürfte dieses Auto hervorragend werden. Dieser hier verfehlt das Ziel nur knapp.

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