Als der Renault Scénic 1996 auf den Markt kam, etablierte er sich als erster kompakter Van Europas. 27 Jahre später, im Jahr 2023, kehrte er in die Modellpalette des französischen Herstellers zurück – diesmal jedoch als Crossover, das ausschliesslich elektrisch angetrieben wird.
Nun, drei Jahre nach seinem Eintritt ins Elektrozeitalter, steht für den Scénic die übliche Modellpflege an, die Fahrzeuge während ihrer Laufbahn gewöhnlich erhalten. Darauf deuten die getarnten Prototypen hin, die wir bei Testfahrten entdeckt haben.
Die Markteinführung wird zwar erst für 2027 erwartet, doch wir müssen nicht auf die offizielle Präsentation von Renault warten, um mögliche Änderungen vorherzusehen. Den entscheidenden Hinweis liefert der überarbeitete Megane E-Tech.
Danke für die Hinweise, Megane
Der kompakte Familienwagen wurde erst vor etwas mehr als einer Woche überarbeitet, und wir reisten nach Barcelona, um ihn kennenzulernen. Dabei hat Renault uns unbeabsichtigt ein ziemlich klares Bild davon vermittelt, was beim elektrischen SUV zu erwarten ist.
Ein Blick auf den neuen Megane E-Tech zeigt einige Veränderungen am Exterieur, die sich vor allem auf die Front konzentrieren. Erhält der neue Scénic dieselben Anpassungen, dürfte er mit einer neuen Lichtsignatur aufwarten, die aus 16 rautenförmigen Lichtpunkten besteht, sowie mit einer neu gestalteten Stossstange.
Auch am Heck sollten die Rückleuchten überarbeitet werden und ein geometrischeres Design erhalten, wie es bereits beim kleineren „Bruder“ zu sehen ist.
Renault Scénic: Innenraum und Google-Infotainment
Im Innenraum dürften die Neuerungen erneut denen des neuen Megane E-Tech entsprechen. Das französische Crossover wird demnach weiterhin über die beiden 12,3- und 12-Zoll-Displays für Kombiinstrument und Infotainmentsystem verfügen. Besonders das zweite Display soll stärker vernetzt sein als je zuvor.
Das Google-basierte System wurde im Megane E-Tech aktualisiert, und alles spricht dafür, dass dies auch beim Scénic geschieht. Zu den Neuerungen zählt der Ersatz des bisherigen Sprachassistenten Google Assistant durch Google Gemini, wodurch KI-Technologie Einzug hält. Gleichzeitig dürfte Google Maps präziser arbeiten als bisher.
Im Megane stellt das System nun ausführlichere Informationen zu öffentlichen Ladestationen bereit. Neben anderen Angaben lassen sich deren Standort, die Anzahl verfügbarer Ladeplätze, die geschätzte Wartezeit und sogar der Betriebsstatus der Ladegeräte abrufen.
Mehr Reichweite? Das ist möglich
Neben den optischen und technischen Anpassungen könnte eine der wichtigsten Neuerungen die Einführung einer Batterie mit höherer Kapazität sein. Das gilt insbesondere für die Einstiegsvarianten, die bislang dieselbe 60-kWh-Batterie wie der frühere Megane nutzten.
Zur Erinnerung: Mit der Überarbeitung des Megane stieg die Batteriekapazität des kompakten Familienwagens von 60 kWh auf 67 kWh. Damit gibt Renault eine Reichweite von bis zu 500 km an – 30 km mehr als beim Vorgängermodell.
Daher dürften die Basisversionen des Scénic denselben Weg einschlagen und die neue Batterie für eine grössere Reichweite erhalten. Die Varianten mit hoher Reichweite sollten dagegen weiterhin den 87-kWh-Akku nutzen, der mehr als 620 km zwischen zwei Ladevorgängen verspricht (WLTP).
Kommentare
Noch keine Kommentare. Sei der Erste!
Kommentar hinterlassen