Nach EV6, EV9 und EV5 hat Kia nun den EV4 präsentiert – die erste rein elektrische Limousine der Marke. Mit diesem Modell will Kia Fahrzeugen wie dem Tesla Model 3, Polestar 2, Volkswagen ID.7 und dem Hyundai IONIQ 6, seinem „Cousin“, Konkurrenz machen.
Vorgestellt wurde der EV4 beim ersten EV Day des südkoreanischen Herstellers, bislang allerdings noch als Konzeptfahrzeug. Das Beispiel des EV9 legt jedoch nahe, dass die Serienausführung gegenüber diesem Prototypen nur geringfügig verändert wird.
Der Marktstart ist für 2026 vorgesehen. Dennoch entspricht das erste Limousinenmodell der EV-Familie keineswegs der klassischen dreibändigen Limousinenform, wie Kia-Designchef Karim Habib erläuterte.
„Wir sind eine Marke, die sich verändert und anpasst“, erklärte Habib zunächst. Der neue EV4 sei entwickelt worden, um „das Paradigma dieser Fahrzeugklasse zu verändern. Er ist weder eine echte Limousine noch ein Van“, so Habib.
Kia EV4 mit neuer Kia-Designsprache
Unübersehbar ist, dass der Kia EV4 die neue Formensprache des südkoreanischen Herstellers übernimmt, die erstmals mit dem EV9 eingeführt wurde.
Markant sind die stark ausgeprägten Linien und ebenen Flächen. Ebenso auffällig wirken die vertikalen Frontscheinwerfer, die beinahe direkt an den vorderen Radhäusern sitzen. In der Seitenansicht stechen vor allem die abfallende Dachlinie und die kraftvoll gestaltete hintere D-Säule hervor.
Am Heck fallen erneut die vertikale Lichtsignatur sowie der Spoiler auf, den Habib als eine Art „Long Tail“ bezeichnet. Besonders ins Auge springen jedoch die beiden kleinen Erhebungen – jeweils eine auf jeder Dachseite –, die den Luftstrom gezielt zum Heck führen.
Allein diese Lösungen zeigen, dass die aerodynamische Effizienz berücksichtigt wurde. Bei einer elektrischen Limousine ist das kaum anders zu erwarten.
Allerdings scheint der Kia EV4 in diesem Bereich nicht denselben Schwerpunkt zu setzen wie der Hyundai IONIQ 6. Dieser gehört mit einem Cₓ von 0,21 zu den aerodynamisch günstigsten Fahrzeugen auf dem Markt.
Innenraum des Kia EV4 wird sich noch verändern
Der Innenraum folgt einem klaren minimalistischen Ansatz und stellt Raumgefühl sowie die verwendeten Materialien in den Mittelpunkt. Während sich das Exterieur des EV4 auf dem Weg zur Serienproduktion voraussichtlich nur wenig ändern wird, sind im Innenraum deutlichere Anpassungen zu erwarten.
Einige Elemente dürften den Übergang in die Serienversion dennoch überstehen. Dazu zählt etwa die Kombination aus zwei Bildschirmen hinter dem Lenkrad und über dem Armaturenbrett, die den Eindruck erweckt, zu schweben.
Zu den technischen Daten hat Kia bislang keine Details genannt. Bekannt ist jedoch, dass der EV4 auf der E-GMP-Plattform des Hyundai-Konzerns basieren wird – derselben Architektur, die bereits in Kia EV6, EV9 und EV5 eingesetzt wird.
Damit dürfte der EV4 sowohl mit einem als auch mit zwei Elektromotoren erhältlich sein und Batterien mit unterschiedlichen Kapazitäten nutzen.
Marktstart im Jahr 2026
Kia hat noch nicht bekannt gegeben, wo der EV4 gebaut werden soll. Die Präsentation der Serienversion ist jedoch für 2025 geplant, bevor das Modell einige Monate später im Jahr 2026 auf den Markt kommt.
Kommentare
Noch keine Kommentare. Sei der Erste!
Kommentar hinterlassen