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BMW X1 xDrive25e im ausführlichen Test

Blauer BMW X1 xDrive25e Elektro-SUV steht in modernem Raum und wird geladen.

Mit der Modellpflege für die gesamte Baureihe ist der BMW X1 xDrive25e zugleich der leistungsstärkste, umweltfreundlichste und einer der sparsamsten X1 im Angebot.

Seine beiden Antriebe stellen immerhin eine kombinierte Maximalleistung von 220 PS und 385 Nm bereit. Dennoch werden Verbrauchswerte von lediglich 1,7 l/100 km sowie Emissionen von 39 g/km angegeben.

Auf dem Papier mag er der sparsamste sein, doch der Preis dieses Plug-in-Hybrids beginnt bei beachtlichen 49.350 Euro. Zwar startet ein X1 mit Benzinmotor bei 40.850 Euro, während ein Diesel ab 39.270 Euro erhältlich ist. Allerdings leistet der erstgenannte nur 136 PS, der Selbstzünder sogar lediglich 116 PS.

Damit kommt innerhalb der deutschen SUV-Baureihe dem X1 xDrive25e am ehesten der xDrive18d nahe: Er bringt nur 150 PS mit, kostet zum Einstieg jedoch bereits 50.670 Euro. Die entscheidende Frage lautet daher: Bietet der BMW X1 xDrive25e trotz seines Preises den größten Nutzen? Um das herauszufinden, haben wir ihn getestet.

Unauffällig von Natur aus

Wie sein „großer Bruder“, der X3 xDrive30e, versteht es auch der X1 xDrive25e gut, seine Kombination aus Elektronen und Oktan zu verbergen.

Tatsächlich musste ich bei der Abholung auf dem BMW-Parkplatz genau hinsehen, um ihn von anderen X1 zu unterscheiden. Auffällig sind höchstens die dezente Ladebuchse und die wenigen Schriftzüge, die auf diese Variante hinweisen. Ansonsten ist der X1 xDrive25e schlicht ein X1. Anders als die optisch eigenwilligere erste Generation tritt die zweite Auflage des kleinsten BMW-SUVs konventioneller, zurückhaltender und erwachsener auf.

Persönlich mochte ich die erste Generation stets wegen ihrer für den Heckantrieb typischen Proportionen – lange Motorhaube und weit hinten positionierter Fahrgastbereich. Dennoch muss ich einräumen, dass dieses zweite Modell mit seinem Design eher „Griechen und Trojanern“ gefallen dürfte.

Qualität ohne Fehl und Tadel

Während sich der X1 xDrive25e außen nur schwer erkennen lässt, gilt im Innenraum dasselbe. Auch hier beschränken sich die Unterschiede auf Kleinigkeiten: spezifische Menüs im Infotainmentsystem sowie eine zusätzliche Taste, mit der sich der rein elektrische Fahrmodus wählen lässt.

Typisch BMW sind außerdem die Material- und Verarbeitungsqualität. Das zeigt sich besonders deutlich beim elektrischen Fahren, wenn die Ruhe im Innenraum nicht durch das stets störende Knarzen von Kunststoffteilen beeinträchtigt wird.

Beim Raumangebot kommen die Vorteile des Wechsels zum Frontantrieb in dieser X1-Generation weiterhin zum Tragen: Sowohl vorn als auch im Fond reist man komfortabel. Den wesentlichen Unterschied zu den übrigen X1 gibt es beim Kofferraum. Wegen der 10-kWh-Batterie unter dem Ladeboden sinkt sein Volumen von 505 l auf 450 l.

Hat die Elektrifizierung den Verbrauch des BMW X1 xDrive25e gesenkt?

Da der X1 xDrive25e den „Titel“ der sparsamsten Variante der Baureihe für sich beansprucht, liegt es nahe, die Fahrerfahrung des deutschen SUVs genau unter diesem Gesichtspunkt zu beginnen.

Zunächst einmal scheint die angegebene elektrische Reichweite von 49 bis 52 km realistisch. Im Test waren rund 41 km im rein elektrischen Modus möglich – auf gemischten Strecken und ohne besondere Anstrengungen, besonders sparsam zu fahren.

Ist die Batterie leer und der Verbrennungsmotor übernimmt, arbeitet der X1 wie ein herkömmlicher Hybrid. Der Verbrauch richtet sich dann recht zuverlässig danach, wie behutsam oder fordernd man mit dem Gaspedal umgeht.

Bei zurückhaltender Fahrweise erzielte ich auf gemischten Strecken durchschnittlich 4,5 l/100 km. Wollte ich dagegen den dynamischeren Charakter des deutschen SUVs ausloten, stieg der Wert auf 7–7,5 l/100 km. Zahlen, die man eher von Dieselfahrzeugen erwartet als von Benzinmodellen mit mehr als 1.800 kg Gewicht.

Erwähnenswert ist zudem die sanfte, nahezu unmerkliche Arbeitsweise des Plug-in-Hybridsystems, das zwischen Verbrennungs- und Elektromotoren wechselt, ohne dass man es fast bemerkt.

Macht er beim Fahren Spaß?

Dynamisch lässt der X1 xDrive25e keinen Zweifel daran, was er ist: ein BMW. Trotz seiner 1.820 kg hält die Federung die Karosseriebewegungen gut im Zaum. Dazu trägt auch die für ein SUV vergleichsweise geringe Bodenfreiheit bei. Insgesamt gelingt ein überzeugender Kompromiss aus Komfort und Fahrverhalten.

Auch die präzise und direkt arbeitende Lenkung vermittelt beim „Angriff auf Kurven“ Vertrauen. Der Allradantrieb stellt zudem sicher, dass in jeder Situation ausreichend Traktion vorhanden ist. Das Fahrverhalten ist allerdings stets stärker von Effektivität als von Fahrspaß geprägt.

Bei den Fahrleistungen muss kaum erwähnt werden, dass der X1 mit 220 PS und 385 Nm sehr überzeugend auftritt. Schnelle Beschleunigungsvorgänge und gute Zwischenspurts sind problemlos möglich. Selbst wenn die Batterie erschöpft ist, bleibt genügend Leistung vorhanden, um im Alltag angenehm souverän voranzukommen.

Ist er das richtige Auto für mich?

Zu den bereits bekannten Stärken des BMW X1 – etwa seiner guten Verarbeitung und seinem überzeugenden dynamischen Verhalten – fügt der X1 xDrive25e weitere Vorteile hinzu, darunter die Einsparmöglichkeiten des Plug-in-Hybridsystems.

Reicht das als Kaufargument? Obwohl diese Antriebsvariante zu den teuersten zählt, ermöglicht sie nicht nur erhebliche Einsparungen: Der X1 xDrive25e ist außerdem der stärkste X1 der Baureihe.

Als Nachteil steht dem ein Kofferraum mit geringerem Volumen gegenüber, weil die Batterien untergebracht werden müssen. Da dies jedoch keine „Todsünde“ ist, erweist sich der X1 xDrive25e als ernsthafte und beachtenswerte Option innerhalb der zurückhaltend gezeichneten deutschen SUV-Reihe.

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