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Stellantis bestätigt Erholung im zweiten Quartal 2026

Weißes, modernes Elektroauto Standmodell mit 2026 Nummernschild vor großen Fenstern und Stadtblick im Showroom.

Nachdem Stellantis zu Jahresbeginn wieder in die Gewinnzone zurückgekehrt war, setzte der Automobilkonzern seine Erholung im zweiten Quartal 2026 fort. Von April bis Juni erzielte das Unternehmen einen Nettogewinn von 293 Millionen Euro und drehte damit den Verlust von 1,87 Milliarden Euro aus dem entsprechenden Zeitraum 2025 ins Positive.

Für einen Hersteller dieser Größe ist das zwar kein herausragendes Ergebnis, dennoch bedeutet es einen weiteren Fortschritt. Umso mehr, da dieser Erfolg trotz Handelszöllen, steigender Rohstoffpreise, Preisdruck in Europa und den Kosten für Rückrufaktionen erreicht wurde.

Höhere Einnahmen, aber weiterhin geringe Marge

Im zweiten Quartal stieg der Nettoumsatz von Stellantis auf 43,5 Milliarden Euro. Gegenüber den 38,4 Milliarden Euro des Vorjahresquartals entspricht dies einem Plus von 13%.

Das bereinigte operative Ergebnis kletterte von 213 Millionen Euro auf 773 Millionen Euro, was einer Steigerung um 263% entspricht. Die bereinigte operative Marge erhöhte sich dadurch von 0,6% auf 1,8%.

Das ist eine deutliche Verbesserung, doch die Marge liegt weiterhin weit unter den zweistelligen Werten, die Stellantis früher erreicht hatte. Mit Ausnahme von Erweitertes Europa schlossen allerdings sämtliche Regionen das Quartal mit positiven operativen Ergebnissen ab.

Nordamerika stützt die Stellantis-Erholung erneut

Der wichtigste Treiber dieser Erholung liegt jenseits des Atlantiks. Der Umsatz von Stellantis in Nordamerika wuchs um 32% auf 18,2 Milliarden Euro, parallel zu einem Anstieg der Fahrzeugauslieferungen um 38%.

Die Region verbesserte sich von einem bereinigten operativen Verlust von 440 Millionen Euro auf einen Gewinn von 284 Millionen Euro. Neue Produkte, höhere operative Effizienz und niedrigere regulatorische Belastungen trugen dazu bei.

Zu den wesentlichen Wachstumstreibern zählten der Ram 1500, der wieder mit dem HEMI-V8-Motor angeboten wird, der Jeep Grand Wagoneer, der Jeep Cherokee Hybrid sowie der Chrysler Pacifica. Die Stellantis-Verkäufe in den USA legten um 6% zu, obwohl der Gesamtmarkt leicht nachgab.

In Europa fällt das Bild weniger positiv aus. Die Auslieferungen stiegen um 5%, getragen vom FIAT 500 und Grande Panda, dem Citroën C3 Aircross, dem Opel Frontera, dem Jeep Compass sowie den Modellen von Leapmotor. Aufgrund des Preisdrucks blieben die Umsätze mit 16,4 Milliarden Euro jedoch nahezu unverändert.

Die Region schrieb weiterhin rote Zahlen und verzeichnete einen bereinigten operativen Verlust von 94 Millionen Euro. Gegenüber den im zweiten Quartal 2025 entstandenen Verlusten von 359 Millionen Euro ist dies dennoch eine Verbesserung.

Erstes Halbjahr wieder profitabel

Über die ersten beiden Quartale hinweg erzielte Stellantis Umsätze von 81,6 Milliarden Euro, 10% mehr als im ersten Halbjahr 2025.

Der kumulierte Nettogewinn belief sich auf 670 Millionen Euro, nachdem ein Jahr zuvor noch ein Verlust von 2,26 Milliarden Euro angefallen war. Das bereinigte operative Ergebnis hat sich auf 1,73 Milliarden Euro mehr als verdreifacht, während die Marge von 0,7% auf 2,1% stieg.

Bereits im ersten Quartal hatte Stellantis einen Nettogewinn von 377 Millionen Euro bei Umsätzen von 38,1 Milliarden Euro ausgewiesen.

Das zweite Halbjahr wird anspruchsvoll

Stellantis bestätigte seine Prognosen für 2026. Erwartet werden ein Umsatzwachstum von etwa 5%, eine bereinigte operative Marge zwischen rund 1% und 3% sowie ein besserer industrieller Free Cashflow als 2025.

Für das Gesamtjahr rechnet der Konzern jedoch mit einem Nettobelastung durch Handelszölle von 1 Milliarde bis 1,2 Milliarden Euro. Im ersten Halbjahr lag diese Belastung bei 300 Millionen Euro, nachdem bereits eine Erstattung von 400 Millionen Euro im Zusammenhang mit in den USA erhobenen Zöllen berücksichtigt worden war.

Die Rohstoffinflation, die Kosten für Rückrufaktionen in Nordamerika und der Druck chinesischer Wettbewerber in Europa werden weiterhin belasten. Darüber hinaus wird das dritte Quartal durch die üblichen sommerlichen Produktionsunterbrechungen geprägt sein, sodass Stellantis einen wesentlichen Teil der Erholung auf die letzten drei Monate des Jahres konzentrieren muss.

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