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Porsche Macan: nächste Generation kommt vollelektrisch 2023

Porsche Macan EV 2023 Elektro-SUV in Silber in einem modernen Showroom mit Ladestation im Hintergrund

Die nächste Generation des Porsche Macan wird ausschliesslich elektrisch fahren. Entwicklungsprototypen des Modells sind bereits auf der privaten Porsche-Teststrecke in Weissach unterwegs gewesen.

Die Aufnahmen stammen von der deutschen Marke selbst und markieren den Auftakt der öffentlichen Erprobung des zu 100 % elektrischen Macan. Laut Michael Steiner, Vorstandmitglied und Leiter Forschung und Entwicklung bei Porsche, kommt das Modell 2023 auf den Markt.

Bis zur Markteinführung soll der elektrische Macan weltweit rund drei Millionen Kilometer Teststrecke zurücklegen – sowohl in der realen Welt als auch virtuell und unter unterschiedlichsten Bedingungen.

Digitale Erprobung: Virtuelle Tests sparen Zeit und Kosten

Bevor der Wagen im Strassenverkehr auftaucht, hat er bereits zahlreiche Testkilometer in einer virtuellen Umgebung absolviert. Digitale Tests mit virtuellen Prototypen, die Eigenschaften, Systeme und Antriebsstränge eines Modells mit hoher Präzision nachbilden können, helfen dabei, Entwicklungsaufwand zu senken und Abläufe zu beschleunigen.

Virtuelle Tests sind entscheidend, um Prozesse zu beschleunigen

„Die digitale Welt ist für die Entwicklung des vollelektrischen Macan unverzichtbar“, sagte Thomas Wiegand, Leiter der Aerodynamik-Abteilung bei Porsche. Gleichzeitig lassen sich virtuelle Prototypen schon früh mit Szenarien aus der realen Welt kombinieren.

Ein Beispiel dafür ist die Entwicklung eines komplett neuen Infotainment-Displays sowie eines neuen Bedienkonzepts für die nächste Macan-Generation.

„Mit der Simulation können wir Display, Bedienabläufe und Änderungen während einer Fahrt aus der Sicht des Fahrers beurteilen“, erklärt Fabian Klausmann aus dem Bereich Driver Experience. Dadurch lässt sich der Innenraum optimieren, noch bevor der erste physische Prototyp gebaut wird.

Belastungstests auf Strecke und Strasse bleiben Pflicht

So wichtig virtuelle Tests und Simulationen für die Entwicklung des elektrischen Macan sind: „Dauerläufe auf abgesperrten Strecken und im öffentlichen Strassenverkehr unter realen Bedingungen sind weiterhin unverzichtbar, um sicherzustellen, dass Fahrzeugstruktur, Betriebsstabilität und Zuverlässigkeit von Hardware, Software und sämtlichen Funktionen den hohen Qualitätsstandards entsprechen“, so Michael Steiner.

Zum anspruchsvollen Testprogramm des elektrischen Macan, das auch unter extremen Klima- und Topografiebedingungen stattfindet, gehören Disziplinen wie das Laden und Konditionieren der Hochvoltbatterie, die strenge Vorgaben erfüllen muss.

„Wie der Taycan wird auch der vollelektrische Macan mit seiner 800-V-Architektur die typische Porsche E-Performance bieten“, verspricht Steiner. Als Entwicklungsziele nennt er Langstreckentauglichkeit, leistungsstarkes Schnellladen und die besten sowie wiederholt abrufbaren Fahrleistungen im Segment: „Der vollelektrische Macan wird das sportlichste Modell in seinem Segment sein“.

Es kommt noch ein Macan mit Verbrennungsmotor

Die Einführung des vollelektrischen Macan – des ersten Elektro-Porsche auf Basis der Plattform Premium Platform Electric (PPE) – ist für Ende 2022 vorgesehen, der Marktstart ist für 2023 geplant.

Parallel dazu wird Porsche den aktuellen Macan mit Verbrennungsmotor bereits 2021 nochmals überarbeiten. Dieses Modell soll dann einige Jahre lang neben der zweiten, rein elektrischen Generation weiter verkauft werden.

„In Europa wächst die Nachfrage nach Elektrofahrzeugen weiter, aber das Tempo des Wandels unterscheidet sich weltweit erheblich. Deshalb bringen wir im Laufe des Jahres 2021 einen Nachfolger für den aktuellen Macan mit konventionellem Antrieb“, erklärt Michael Steiner.


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