Um Blick in das Video auf unserem YouTube-Kanal liefert die Antwort: Diogo konnte den neuen Toyota GR Supra bereits sowohl auf öffentlichen Straßen als auch auf der Rennstrecke fahren – in Jarama nördlich von Madrid.
Wie Diogo im Video sagt: „Man sollte ein Auto nicht beurteilen, bevor man es gefahren ist.“ Der neue Supra sorgt unter Enthusiasten seit Langem für Gesprächsstoff. Bislang kannten wir ihn jedoch nur „auf dem Papier“, weshalb sich die Reaktion besonders eingefleischter Fans leicht nachvollziehen lässt.
Die Kontroverse um den Toyota GR Supra
Dieser Toyota Supra unterscheidet sich von sämtlichen Vorgängern, denn er entstand in Zusammenarbeit mit einem anderen Hersteller: BMW. Toyota zufolge beschränkte sich die Kooperation auf die anfängliche Festlegung der zentralen Plattformparameter; anschließend verfolgte jeder Hersteller seinen eigenen Entwicklungsweg.
Es war die naheliegende Lösung. Angesichts steigender Kosten und sinkender Verkaufszahlen scheint die Bündelung der Kräfte verschiedener Hersteller heute der einzige wirklich tragfähige Weg zu sein, einen Sportwagen von Grund auf zu entwickeln. Die Partnerschaft zwischen BMW und Toyota ermöglichte sowohl eine weitere Z4-Generation als auch die Rückkehr des Namens Supra.
Hätte Toyota den Weg zu einem neuen Supra über Gazoo Racing, das die Projektentwicklung leitete, allein bestritten, wäre sein Preis deutlich höher ausgefallen. Das hätte seine wirtschaftliche Tragfähigkeit infrage gestellt. Damit erklärt sich auch der umfangreiche Einsatz von BMW-Komponenten – allen voran das umstrittenste Bauteil: der Motor.
Zur Identität des Supra gehörte stets ein Reihensechszylinder, dessen Höhepunkt der legendäre 2JZ-GTE im letzten Supra, dem A80, war. Einen Motor komplett neu zu entwickeln, kam wegen der damit verbundenen Kosten nicht infrage. BMW hingegen verfügt über reichlich Erfahrung mit Reihensechszylindern, die den Hersteller fast seit seiner Gründung begleiten – welchen besseren Entwicklungspartner hätte es dafür geben können?
Mit dem B58 des bayerischen Herstellers kamen auch das Achtgang-Automatikgetriebe, die Elektronik und das Infotainmentsystem, also Komponenten, die eng miteinander verknüpft sind. Doch welchen Einfluss hat das auf den Charakter des neuen Toyota GR Supra?
Hinter dem Steuer
Das lässt sich nur herausfinden, indem man in der neuen Maschine Platz nimmt, den Wählhebel auf „D“ stellt und losfährt. Diogo schildert die Fahreindrücke auf Straße und Rennstrecke selbst, doch einige Hinweise auf das Erwartbare lassen sich bereits geben.
Der Toyota GR Supra besitzt eine höhere Karosseriesteifigkeit als der Lexus LFA – genau jener, der fast vollständig aus Carbon gefertigt ist. Sein Schwerpunkt liegt zudem unter dem eines GT86, der bekanntlich einen flach bauenden Boxermotor nutzt, und außerdem fällt er kürzer aus. Erstmals in seiner Geschichte ist der Supra ein Zweisitzer.
Trotz rund 1500 kg Leergewicht ohne Fahrer stehen 340 PS und 500 Nm zur Verfügung. Die Kraft gelangt über das bereits erwähnte Achtgang-Automatikgetriebe an die Hinterachse, wodurch der Sprint auf 100 km/h in nur 4,3 s gelingt und die elektronisch begrenzten 250 km/h zügig erreicht werden.
Die Zutaten sind also vorhanden … Aber ergibt ihre Zubereitung und Präsentation einen würdigen Erben des Namens Supra? Finde es gleich heraus …
In Portugal
Der neue Toyota GR Supra kommt im Juli für 81.000 Euro auf den portugiesischen Markt und wird dort ausschließlich in einer Ausstattungslinie angeboten: der umfangreichsten. In anderen Märkten stehen dagegen zwei Varianten zur Auswahl.
Hier wird es somit nur die Ausstattung Legacy geben, die auf den übrigen europäischen Märkten Premium heißt. Die „portugiesischen“ Supra verfügen neben Zwei-Zonen-Klimaautomatik, adaptivem Tempomat, Startknopf, Lederlenkrad, adaptiven LED-Scheinwerfern, Regensensor und Rückfahrkamera auch über Ledersportsitze mit elektrischer Verstellung und Heizung, ein JBL-Audiosystem mit 12 Lautsprechern, ein Head-up-Display sowie eine kabellose Lademöglichkeit für das Smartphone.
Zum Infotainmentsystem gehört ein 8,8-Zoll-Touchscreen, der über einen Drehregler bedient wird – tatsächlich handelt es sich um das iDrive-System von BMW. Apple CarPlay ist ebenfalls an Bord.
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