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Donald Trump bezeichnet Reichweitenangst bei Elektroautos als Krankheit

Weißes Elektroauto in modernem Showroom neben Ladestation auf schwarzem runden Podest.

Nachdem Donald Trump die Kaufanreize für Elektroautos in den USA Ende vergangenen Jahres abgeschafft hatte, nimmt er diese Fahrzeuge erneut ins Visier. Der US-Präsident deutete an, dass Fahrer von Elektroautos an einer Art Krankheit litten.

Seine Äußerungen folgen nur wenige Monate auf die Streichung der bundesweiten Förderungen für den Kauf von Elektrofahrzeugen. Damit setzt sich eine Energiepolitik fort, die sich zunehmend von der Strategie der vorherigen Regierung entfernt.

Donald Trump kritisiert Elektroautos in Las Vegas

Trump bezog sich auf die sogenannte Reichweitenangst. Nach Ansicht des US-Präsidenten „haben sie eine Krankheit“: Gemeint sei die ständige Sorge von Elektroautofahrern um den Ladezustand ihrer Batterie.

„Sie haben eine Krankheit. Sie fahren ein Elektroauto und merken, dass die Batterie leerer wird. Schon wenn sie noch zu drei Vierteln geladen ist, fangen sie an, darüber nachzudenken. Diese Leute sind verrückt“, sagte er bei einer Kundgebung in Las Vegas.

In derselben Rede verteidigte Donald Trump erneut seine Entscheidung, das von ihm als „Elektrozwang“ bezeichnete Konzept abzuschaffen. Er argumentierte, US-Amerikaner seien zum Kauf von Elektrofahrzeugen gedrängt worden, „ohne sie laden zu können“.

Tatsächlich gab es in den USA nie eine bundesweite Pflicht, Elektroautos zu kaufen. Mit diesem Begriff beschreibt der Präsident die Steueranreize und Umweltmaßnahmen der vorherigen Regierung, die den Ausbau der Elektromobilität im Fahrzeugbestand beschleunigen sollten.

„Ich habe den Elektrozwang beendet. Ich möchte nicht darüber sprechen, weil Elon Musk nicht gerade glücklich mit mir war, aber ich musste es tun.“

Donald Trump, Präsident der USA

Was ist Reichweitenangst?

Die von Donald Trump angesprochene Sorge wird in der Automobilbranche als Reichweitenangst bezeichnet. Sie beschreibt die Befürchtung eines Fahrers, dass die Batterie leer sein könnte, bevor ein Ladepunkt erreicht wird.

In den ersten Jahren der Elektrifizierung gehörte dieses Thema zu den größten Hindernissen für die Verbreitung von Elektroautos. Damals war die Reichweite deutlich geringer als bei heutigen Modellen, während das öffentliche Ladenetz noch stark begrenzt war.

Inzwischen hat sich die Lage jedoch deutlich verändert. Viele Modelle geben heute WLTP-Reichweiten von mehr als 500 km an, und der Ausbau von Schnellladenetzen hat diese Sorge in zahlreichen Märkten erheblich verringert.

Ladeinfrastruktur in Europa und den USA

In der Europäischen Union (EU) wächst das öffentliche Ladenetz beispielsweise schneller als der Bestand an Elektroautos. Ende 2025 gab es in Europa 1,1 Millionen öffentliche Ladepunkte – fünfmal so viele wie 2020.

In den USA stellt sich die Situation allerdings etwas anders dar. Die ungleiche Verteilung der Ladeinfrastruktur, insbesondere außerhalb großer Ballungsräume, sorgt weiterhin dafür, dass die Reichweite für viele potenzielle Käufer eines der wichtigsten Themen bleibt.

USA hinter Europa und China

Während Europa und China weiter auf Elektroautos setzen, bewegen sich die USA in die entgegengesetzte Richtung. Laut Donald Trump sind nur rund 7 % der in den USA verkauften Autos reine Elektrofahrzeuge. Dieser Anteil liegt deutlich unter den Werten in Europa (22,2 %) und China (33 %).

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